Landkreis bereitet Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen vor

Landrat Dreier: Freie Unterkünfte und Wohnungen an das Landratsamt melden

Die schrecklichen Bilder aus der Ukraine gehen aktuell um die Welt, nachdem das osteuropäische Land von Russland in einen Angriffskrieg verwickelt wurde. Neben den Aufnahmen zerstörter Häuser, Gebäude und Straßen mehren sich auch die Bilder von langen Staus an den Grenzen des Landes mit Menschen, die aus dem Kriegsgebiet flüchten und Zuflucht im Westen suchen.

Aus diesem Grund bereitet sich auch der Landkreis Landshut auf die Ankunft und Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine vor – wie viele es werden und wie lange sie bleiben werden, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch niemand sagen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer können nach derzeitigem Stand für visumsfrei einreisen und sich vorerst bis zu 90 Tage im Bundesgebiet aufhalten, die Stellung eines Asylantrags ist aktuell nicht nötig.

Viele der Flüchtlinge suchen Unterschlupf bei Freunden und Verwandten in mittel- und westeuropäischen Ländern, andere werden auf humanitäre Hilfe von Bund und Ländern angewiesen sein. Auch der Landkreis Landshut rechnet damit, dass in der Region Flüchtlinge untergebracht werden müssen. „Aber eins steht fest: Wir müssen und wollen diesen Menschen helfen, den vielen Frauen, Kindern und älteren Personen, die aufgrund dieses Krieges ihre Heimat fluchtartig verlassen mussten und Zuflucht bei uns suchen“, erklärt Landrat Peter Dreier. Deshalb arbeitet der Landkreis Landshut seit vergangener Woche einen Notfallplan aus, um den Ankommenden aus der Ukraine Zuflucht und ein Dach über den Kopf bieten zu können. Neben dem Aufbau eines zentralen Ankunftszentrums, in dem die Menschen zunächst einmal ankommen können, registriert und mit dem Nötigsten versorgt werden, werden natürlich auch freie Unterkünfte gebraucht, in denen die Flüchtlinge für einen längeren Zeitraum bleiben können.

Aus diesem Grund appelliert Landrat Peter Dreier an die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Landshut, freie Wohnungen und Unterkünfte an das Landratsamt zu melden. „Egal ob Einliegerwohnung, landwirtschaftliche Gebäude, leerstehende Häuser, Gasthöfe, Pensionen oder auch Klöster: Wir wollen den Menschen, die alles verloren haben, nach diesen traumatischen Erlebnissen Sicherheit und ein Dach über den Kopf bieten und bitten deshalb inständig um Ihre Unterstützung“. Hinweise und Angebote nimmt die Ausländerbehörde am Landratsamt Landshut entgegen – die Mitarbeiter stehen unter Tel. 0871 408-0 oder per E-Mail unter auslaenderamt@landkreis-landshut.de zur Verfügung.

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